Imker-News

August 2022: Wir beteiligen uns am Schleswig-Holstein Musikfestival für Kinder

Wie bereits im letzten Jahr sind wir auch diesmal bei Schleswig-Holstein Musikfestival dabei. Am 13. und 14 August können kleine und große Besucher des Festivals unseren Imkerstand besuchen, den wir gemeinsam mit den Imkerinnen und Imkern aus Bad Schwartau betreuen. Es wird jede Menge Spiel und Spaß für die Kinder geben und natürlich unser Bienen-Rätsel mit leckeren Preisen der Schwarauer Werke. Bienenfreunde und angehende Imker können sich außerdem in unserer kleinen Ausstellung über Bienen und die Imkerei informieren (keine Sorge, die echten Bienen lassen wir zuhause!). Einen Honigverkauf gibt es diesmal auch. 🙂


Jahreshauptversammlung 2022

Am 24.03.2022 fand die Jahreshauptversammlung in gewohnt entspannter Atmosphäre statt. Dabei wurde auch ein neuer Vorstand gewählt: Herr Jennrich hat sich nach 14 Jahren engagierter Arbeit für den Imkerverein entschieden, den Vorsitz abzugeben. Zur neuen Vorsitzenden wurde Britta Lehnert gewählt. Sie wird dabei unterstützt von Axel Bachnik als Stellvertreter und Angelika Kleinoth als Kassenwartin. Neuer Obmann für Bienengesundheit ist Henrik Wenk. Neue Beisitzer sind Klaus Jennrich (so ganz mag er auf Arbeit doch nicht verzichten!) und Christian Hack.


März 2022: Bienen, Artenschutz, Vereinsarbeit – Anika Pahlke im Gespräch mit dem Imkerverein Schwarzenbek

„Was würdest du dir als ImkerIn von der Politik wünschen?“, das wollte die SPD-Landtagskandidatin Anika Pahlke von den Mitgliedern des Imkervereins Schwarzenbek wissen. Eine spannende Frage! Nachdem wir etwas überlegt und Ideen gesammelt hatten, trafen wir uns mit Frau Pahlke und der ehemaligen Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks zu einem zwanglosen Gespräch. Unsere Wunschliste war lang: Deutlich weniger Pestizide, eine geänderte Landwirtschaft, Klimaschutz, aktive Maßnahmen gegen das Artensterben, insektenfreundliche Bepflanzungen, Verbot von Schottergärten, Zulassung von Oxalsäure-Verdampfung, Kenntnisprüfung vor der Anschaffung von Bienen, entschiedenes Vorgehen gegen Honigfälschungen … Uns wäre bestimmt noch mehr eingefallen, aber mit unseren Wünschen hat die Politik bereits genug zu tun. 🙂

Frau Pahlke (vordere Reihe, 2. von links) und Frau Dr. Hendricks (vordere Reihe, ganz rechts) im Gespräch mit Imkerinnen und Imkern des Imkervereins Schwarzenbek und Umgebung.

Schleswig-Holstein Musik Festival – Wir waren dabei!

Am 14./15. August fand das Kindermusikfest auf Schloss Wotersen statt. Es gab „Peter und der Wolf“, jede Menge Musik zum Mitmachen, spannende Spielgeräte und …. *Trommelwirbel* …. das Imkermobil! Zusammen mit den Schwartauer Werken und dem Imkerverein Bad Schwartau haben wir die kleinen Gäste des Festivals mit jeder Menge Spielen unterhalten. Es gab Bienen-Puzzle in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, Bienen-Ausmalbilder, ein spannendes Bienen-Quiz und eine Station, an der Steine bunt bemalt werden konnten. Die Steine waren so beliebt, dass wir zwischendurch sogar noch Nachschub auf dem Parkplatz suchen mussten. 🙂
Interessierte Eltern und größere Kinder konnten sich außerdem die vielen Gerätschaften ansehen, die in der Imkerei genutzt werden, oder in der Muster-Beute auf die Suche nach der Königin gehen. So war für jeden etwas dabei.

Zum Glück hat das Wetter mitgespielt! Zwischendurch gab es immer wieder stärkere Böen, die unsere Info-Banner ziemlich durcheinander gewirbelt haben. Doch Imker*innen sind ja begeisterte Bastler und Improvisationstalente: Mit Hilfe von Fantasie und Plastiktüten fand sich eine Lösung, so dass wir nach dem Aufbau ganz entspannt auf die Kinder warten konnten. Schon kurz darauf war unser Platz gut gefüllt!

Nach dem Kurs ist vor dem Kurs!

Wir bieten an den Volkshochschulen Einsteigerkurse an, in denen Sie schon einmal etwas über die Grundlagen der Imkerei erfahren können. Wir besprechen alles rund um den Einstieg in die Bienenhaltung, unter anderem das Leben im Bienenstock, die ersten Anschaffungen in der Imkerei, die Arbeiten im Jahresverlauf, den Zeitaufwand, Maßnahmen für die Bienengesundheit und Ideen für einen bienenfreundlichen Garten. Auf den Seiten der VHS Schwarzenbek und der VHS Büchen erfahren Sie, wann der nächste Kurs beginnt.


Seitdem in „Die Höhle der Löwen“ ein junges Gründerteam seine „easy BeeBox“ beworben hat, erreichen uns immer wieder Anfragen dazu. Wir möchten deshalb an dieser Stelle kurz klarstellen: Der Gedanke, auf diese Weise etwas für die Natur zu tun, ist zwar verlockend und ein gutes Werbeargument, aber leider nicht zutreffend. Wenn Sie etwas für die Natur machen möchten, dann pflanzen Sie nektarspendende Blumen, Sträucher und Bäume und schenken Sie den Wildbienen mit ein, zwei wilden Eckchen im Garten Nistplätze. Wildbienen und viele andere Insekten sind in großer Not und brauchen diese Unterstützung dringend.

Die Haltung von Honigbienen, also die Imkerei, ist etwas, was Sie nicht „easy“ und nebenbei machen können. Honigbienen sind landwirtschaftliche Nutztiere, die beim Veterinäramt gemeldet werden müssen und für die es Vorschriften gibt, zum Beispiel die Pflicht, sie gegen die Varroa-Milbe zu behandeln. Das gilt für jeden Imker/jede Imkerin, selbst wenn es nur um ein kleines Völkchen im eigenen Garten geht. Bienen können erkranken und sie können schlimmstenfalls viele andere Bienenvölker im kilometerweiten Umkreis anstecken. Das kann bis zu der behördlichen Einsetzung von Sperrbezirken gehen. Als Imker:in müssen Sie Ihre Bienen beobachten und Krankheiten möglichst rechtzeitig erkennen, sonst endet es mit dem Tod Ihres Volkes. Bienenhaltung, bei der Sie keinen Kontakt zu Ihren Bienen haben, funktioniert schlichtweg nicht.

Deutschland ist Meister im Erfinden unterschiedlichster Bienenbehausungen, das kann gerade zu Beginn sehr verwirrend sein. Jedes dieser Systeme hat Vor- und Nachteile, sowohl für die Bienen, als auch für die Imkerin/den Imker. Gute Systeme ermöglichen unterschiedliche Behandlungsweisen (nicht nur die Ameisensäure wie in der easyBeeBox) und passen zu den Bedürfnissen der Imkerin/des Imkers. Wollen Sie mit den Bienen wandern? Haben Sie Rückenprobleme? Geht es auch um Honig oder mehr um das Beobachten oder um die Bestäubung der eigenen Obstbäume? Wie viel Platz haben Sie zur Verfügung?

Wir beraten Sie gern bei Beutenfragen, schicken Sie uns einfach eine Email. Wenn Sie bisher noch keinen Kontakt zu Bienen hatten und ernsthaft mit der Bienenhaltung liebäugeln, nutzen Sie gern auch unsere Möglichkeiten des Schnupperimkerns und unsere Imkerkurse (oder auch die des Landesverbandes).


Der Arbeitskreis Schlupfwespen bittet um Hilfe

Es gibt über 3.500 Arten von Schlupfwespen, aber kaum jemand kennt sie, deshalb wurde das Projekt „Die Ichneumoniden Schleswig-Holsteins und Hamburgs“ ins Leben gerufen. Das Projekt will herausfinden, welche Schlupfwespen-Arten bei uns leben. Von den vielen tausend Arten dieser Gattung wurde einige seit über 50 Jahren nicht mehr gesehen.

Der Arbeitskreis bittet deshalb dringend um Fotos von allem, was eine Schlupfwespe sein könnte. Fotos (mit Angabe von Fundort und -datum können eingesendet werden an schlupfwespen@foeag.de. Hilfreich, aber keine Voraussetzung ist, wenn Tiere aus verschiedenen Perspektiven fotografiert sind (von der Seite, von oben, von vorn), da oft bestimmte Details gesichtet werden müssen. Bei sehr wenigen Arten reicht selbst ein unscharfes Bild zur Bestimmung – generell gilt aber: je schärfer, desto besser!

(Quelle: http://www.foeag.de/artengruppen/schlupfwespen)

Bienenpflege in Zeiten von Corona

Nach aktuellem Informationsstand gehört die Imkerei genau wie die Landwirtschaft zu den systemrelevanten Bereichen, so dass die Arbeit an den Bienenvölkern möglich ist. Größere Menschenansammlungen sind dabei zu vermeiden (aber Imker sind ja eh meist allein unterwegs).
Sollte ein Imker/eine Imkerin unter Quarantäne gestellt werden und deshalb weiter entfernte Völker nicht versorgen können, können wir eine Vereins-Unterstützung organisieren. Melden Sie sich in diesem Fall einfach beim Vorstand.


Asiatische Hornisse in Hamburg gefunden

Update 27.02.2020: Frau Ruhrmann vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume bittet dringend um eine sofortige Benachrichtigung, falls eine asiatische Hornisse gesichtet wird:
„Bei einem Fund dieser Unterart oder bei dem Verdacht, dass es sich um die betreffende Unterart handelt, bitte ich Sie, diesen Fund zu melden. Bitte geben Sie möglichst viele Informationen und auch Bilder zu dem Fund an, die eine Bestimmung erleichtern können. Fundmeldungen an das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (Henrike.ruhmann@llur.landsh.de) oder das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (Bettina.holsten@melund.landsh.de).“

Update 14.02.2020: Die asiatische Hornisse in Hamburg war leider kein Einzeltier. Es wurden weitere 80 lebende Hornissen entdeckt, so dass wir wohl von einer Population ausgehen können. So wie es aussieht, müssen wir jetzt wohl auch im Norden mit diesen Tieren rechnen.

05.02.2020: In Hamburg wurde eine lebende asiatische Hornisse gefunden. Die Universität Hamburg teilte mit, dass sie sich nicht sicher ist, ob es sich um einen Einzelfund handelt, oder ob sich hier oben eine Population angesiedelt hat.

Unsere europäische Hornisse steht unter Naturschutz und gilt inzwischen als bedrohte Art, deshalb ist es wichtig, die beiden Arten unterscheiden zu können. Hier eine kleine Übersicht:

Die asiatische Hornisse (links) ist etwas kleiner als ihre europäische Schwester und deutlich dunkler gefärbt. Sie hat einen schwarzen Kopf mit orange-gelbem Gesicht. Ihr Thorax ist komplett schwarz und auch der Hinterleib ist im oberen Teil schwarz. Die gelbe Färbung des Hinterleibs fängt erst recht weit unten an. Besonders auffällig sind ihre gelben Beine.

Die europäische Hornisse (rechts) hat einen gelb-orange-braunen Kopf. Ihr Thorax ist rotbraun mit einer v-förmigen, schwarzen Zeichnung. Die gelbe Färbung des Hinterleibs beginnt viel weiter vorne. Die Beine sind braun.


Spende für unseren Verein

Foto und nachfolgender Text von A. Zirpins/Schwarzenbeker Anzeiger

Die Jahreshauptversammlung des Imkervereins Schwarzenbek und Umgebung begann für seine Mitglieder mit einer freudigen Überraschung: Hendrik Alms, Filialleiter der Raiffeisenbank Lauenburg in Schwarzenbek, überreichte dem 1. Vorsitzenden Klaus Jennrich eine Spende über 500 Euro. Das Geld stammt aus den Zweckerträgen des Gewinnsparens von Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Ich überlege seit einer Weile, ob ich mir selbst ein Bienenvolk anschaffen soll, erzählt Hendrik Alms. Daher kam auch die Idee, dem Imkerverein hier in Schwarzenbek eine finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen. Der Imkerverein Schwarzenbek und Umgebung zählt zurzeit 45 Mitglieder. Neben dem Imkern möchten sie mit ihren Projekten und Informationen dazu beitragen, etwas gegen das Insektensterben zu tun, weil eine Welt ohne Honigbienen und ihre wilden Verwandten ein wirklich trauriger Ort wäre, wie sie auf ihrer Homepage unter www.imkern-in-schwarzenbek.de schreiben. Beim Stammtisch, der regelmäßig am ersten Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr in Schröder‘s Hotel stattfindet, treffen sich die Imkerinnen und Imker des Vereins zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch, sie fachsimpeln, besprechen Ideen oder tauschen Tipps aus. Der Imkerverein freut sich außerdem immer über neue Gesichter, Gäste sind herzlich willkommen.

Hendrik Alms (Filialleiter Raiffeisenbank Lauenburg in Schwarzenbek, rechts) überreichte Klaus Jennrich (1. Vorsitzender des Imkervereins Schwarzenbek und Umgebung) bei der Jahreshauptversammlung des Imkervereins einen Spenden scheck über 500 Euro.